Am 18. Oktober 2012 hat der Gemeinsame Bundesausschuss einem Antrag der Patientenvertreter in soweit Folge geleistet, als er bei der Zählweise den "Zeiger auf Null" zwar nicht nach jeder Schwangerschaft, aber doch nach jeder Geburt (Lebend- oder Totgeburt) gesetzt hat.

Das ist für viele Patientenpaare eine gute Nachricht! Auszug aus den Tragenden Gründen zur Beschlussfassung: "Mit der aktuellen Richtlinienänderung soll klargestellt werden, dass ein erneuter, wiederum bis zur Erreichung der Höchstzahl erfolgloser Versuche reichender Anspruch auf künstliche Befruchtungsmaßnahmen zu Lasten der GKV besteht, wenn es nach einem der Versuche innerhalb der jeweils zulässiigen Höchstzahl von Versuchen zu der Geburt eines Kindes gekommen ist soweit die übrigen Voraussetzungen der Richtlinien über künstliche Befruchtung erfüllt sind. Die "Zurücksetzung des Zählers auf null" soll nach der Geburt eines Kindes i. S. d. Personenstandsgesetzes (PStG) bzw. der Personenstandsverordnung erfolgen. Als Geburt im Sinne der KB-RL gilt die Lebend- oder Totgeburt gemäß §31 Personenstandsverordnung; dazu zählen insbesondere weder Fehlgeburten noch Extrauteringraviditäten."

Quelle: aktueller Newsletter des BRZ (Berufsverband Reproduktionsmedizinscher Zentren  Deutschland e.V.)